Schortens benötigt dringend ein Drehleiterfahrzeug für die Feuerwehr
- Ausgangslage
Die Stadt Schortens verzeichnet seit Jahren eine Zunahme höherer Gebäudestrukturen ab dem dritten Vollgeschoss. Zahlreiche dieser Gebäude verfügen nicht über einen zweiten baulichen Rettungsweg. Gleichzeitig sieht der geltende Feuerwehrbedarfsplan lediglich eine Unterstützung durch Drehleitern aus Nachbarkommunen vor, ohne diese vertraglich oder organisatorisch verbindlich abzusichern.
Diese Situation entspricht weder den tatsächlichen Risiken im Stadtgebiet noch den Anforderungen an eine verlässliche kommunale Gefahrenabwehr. 
- Unsere Position
Wir sind der klaren Auffassung:
Schortens benötigt ein eigenes, jederzeit verfügbares Drehleiterfahrzeug.
Die Abhängigkeit von externen Fahrzeugen ist sicherheitsfachlich unzureichend, organisatorisch riskant und politisch nicht verantwortbar. Eine leistungsfähige Feuerwehr ist Teil der kommunalen Daseinsvorsorge – sie darf nicht auf bloßen Verfügbarkeitsannahmen beruhen.
- Sicherheits- und Risikobewertung
In Schortens existieren mindestens 22 bekannte Objekte (u. a. Pflegeeinrichtungen, Schulen, Verwaltungs- und Betriebsgebäude), bei denen aus einsatztaktischen Gründen ein Drehleiterfahrzeug zwingend erforderlich ist.
Bei Bränden in oberen Geschossen mit verrauchten oder blockierten Treppenhäusern ist die Menschenrettung ohne Hubrettungsfahrzeug faktisch nicht möglich.
Der demografische Wandel erhöht den Anteil mobilitätseingeschränkter Personen.
Verzögerungen durch Anfahrten aus Nachbarkommunen gefährden die Einhaltung der Hilfsfrist.
- Zeit als entscheidender Faktor
Einsatzzeiten sind im Brand- und Rettungsfall lebensentscheidend. Verzögerungen von fünf bis fünfzehn Minuten können im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden.
- Regionale Verantwortung und Resilienz
Eine zusätzliche Drehleiter in Schortens würde die regionale Einsatzsicherheit erhöhen, Redundanzen schaffen und Nachbarkommunen unterstützen.
- Wirtschaftliche Einordnung
Die Anschaffungskosten liegen bei rund einer Million Euro bei einer Nutzungsdauer von 25 bis 30 Jahren. Es handelt sich um eine verhältnismäßige und verantwortbare Investition.
- Forderungen
– Anpassung des Feuerwehrbedarfsplans in 2026
– Aufnahme in die mittelfristige Finanzplanung
– Zielsetzung der Indienststellung bis spätestens 2031
– Einbindung des Feuerwehrstadtkommandos