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Oktober 2021
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neingeschränkt begrüßenswert finden die Schortenser Grünen den Antrag von SPD und FDP ein Fahrradkonzept für Schortens zu erstellen.

Wir hoffen dringend auf die Beseitigung der offensichtlichen, katastrophalen Zustände für fahrradfahrende Menschen in der Stadt Schortens.

Foto: Fahrrad frei
Foto: U. Burgenger

Es gibt in Schortens keine Radwege. Es gibt fast ausschließlich Gehwege, auf denen Radfahrer*innen geduldet sind.

Dies ist nach der Straßenverkehrsordnung ein deutlicher Unterschied. Auf solchen freigegebenen Gehwegen müssten Fahrräder Schrittgeschwindigkeit fahren. Dies macht natürlich niemand, denn wenn wir mit dem Fahrrad unterwegs sind, wollen wir zügig zu unserem Ziel kommen, sonst würden wir zu Fuß gehen. Im Konfliktfall ist die/der Radfahrer*in bei der gegebenen Situation leider der/die Dumme, bzw. die/der Schuldige. Und die Autofahrer*innen können überhaupt nicht verstehen, wenn mal ein Zweirad diese Gehwege, wie z.B. auf dem Klosterweg oder der Menkestraße, nicht benutzt, sondern vom Recht Gebrauch macht, auf der Straße zu fahren.

Und dann sind diese sogenannten „Radwege“ ausnahmslos viel zu schmal. Wer mit Fahrrad und Fahrradanhänger z.B. zwischen Grafschaft und Heidmühle unterwegs ist, darf sich glücklich schätzen, wenn er bei Gegenverkehr nicht im Graben oder auf der Straße landet. Und auch ohne „Überbreite“ ist Gegenverkehr auf manchen Strecken ein erhebliches Sicherheitsrisiko.

Letztlich fehlte es in den vergangenen 60 Jahren am politischen Willen, mehr für den Radverkehr zu tun. Das würde eben auch bedeuten, mehr Geld für Radwege auszugeben. Und daran sind auch die schönsten Konzepte noch immer gescheitert. Es wäre schön, wenn das diesmal anders wird.