Aktuelles

Windkraft, heute wichtiger denn je!

Jahrelang durften wir Grünen in Schortens uns, auch aus höchster Stelle im Rathaus, anhören, dass wir nicht mehr Windkraft in Schortens bräuchten, weil wir schon genug hätten. Jetzt, wo ein Despot im Zarenwahn gerade seinen friedlichen Nachbarn überfällt und Tod und Verderben bringt, stellen wir fest, dass wir genau von diesem Despoten abhängig sind, da wir eben – unter anderem – nicht genug Windkraft haben. Vor dem Hintergrund also, dass wir uns in einer Abhängigkeit von einem Alleinherrscher befinden, der nicht einmal davor zurückschreckt, der Welt die nukleare Vernichtung anzudrohen,

wenn man seinen Expansionsgelüsten entgegentreten würde, sollten wir unsere Einstellung zur Menge von „genug Windkraft“ dahingehend anpassen, dass genug in Zukunft heißen muss „genug, um nicht Moral gegen Energie tauschen zu müssen“. Das gilt übrigens nicht nur für Windkraft, sondern in gleichem Maße auch für Photovoltaik. Welche Finanzierungsarten oder Beteiligungsmöglichkeiten dafür in Frage kommen, ist dabei dann von nachrangiger Bedeutung. Wichtiger hingegen ist in Zukunft, dass wir nicht mehr das Erreichen von Minimalzielen feiern, sondern erst dann zufrieden sind, wenn wir das beste Ergebnis erreicht haben. Denn eines ist klar: Die Sonne stellt nicht nur keine Rechnung, sie überfällt auch ihre Nachbarn nicht!

IG

Wo ist die Stadtplanung der Zukunft?

Können wir so weitermachen wie bisher?

Schauen wir uns in Schortens um. Was sehen wir? Bäume, die von heute auf morgen gefällt sind und eine Nachpflanzung nicht sichtbar ist, Neubauten, die gar nicht so ins Bild passen. In Wohngebieten mit Eigenheimstruktur entstehen immer mehr Große Mehrfamilienhäuser, die nicht nur den Nachbarn die Sicht versperren, sondern auch zu einer Mehrbelastung u.a. für Straße, Abwasser, Kitas und Schule führen werden. Wie sagte eine Mitbürgerin? „man schaut, wenn man aus dem Haus geht, auf Betonwände.“ Wir Grüne fragen uns ernsthaft, wo ist hier eine zukunftsorientierte Stadtplanung.

Mehrfamilienhäuser begrüßen wir ausdrücklich, aber sie sollten da gebaut werden, wo sie ins Bild einer modernen Stadtplanung hingehören.

Wie soll Schortens in 20 Jahren aussehen? Diese Frage muss man sich stellen, wenn man die Folgen des Klimawandels und die daraus folgenden Konsequenzen für Mensch und Tier ernst nimmt. Aus heutiger Sicht werden sich u.a. die Wetterextreme häufen. Vieles wird sich ändern müssen. Um Schäden für Bürger*innen und Infrastruktur zu vermeiden ist eine vorausschauende zukunftsorientierte Planung in allen Belangen der Stadt dringend erforderlich. Hier muss für Schortens ein modernes Stadtplanungskonzept unter Berücksichtigung der räumlichen und sozialen Strukturen, sowie gerechter Abwägung aller öffentlichen und privaten Belange, mit dem Ziel der Konfliktminimierung und Attraktivitätssteigerung, entwickelt werden. Dies ermöglicht auch eine langfristige planbare kostenoptimierte Haushaltführung und kann letztlich zu einem ausgeglichenen Haushalt führen.

Wir sehen schon heute, dass das Abwassernetz an vielen Stellen nicht mehr ausreicht, ein quasi Wildwuchs an Neubauten in Wohngebieten immer häufiger zu beobachten ist, die Digitalisierung kaum sichtbar zukunftsorientiert gestaltet wird, der Straßenverkehr an vielen Stellen dem Verkehr nicht gerecht wird (Stichwort: Elektromobilität, Fahrradverkehr).

Wir Grüne fordern deshalb die Entwicklung eines Stadtplanungskonzeptes, sowie eine weitsichtige Überprüfung und Aktualisierung des Flächennutzungsplanes und Anpassung der B-Pläne, um sicherzugehen, dass der „Wildwuchs“ von Neubauten aufhört. Mehrfamilienhäuser, wenn möglich mit bezahlbarem Wohnraum, begrüßen wir ausdrücklich, aber sie sollten da gebaut werden, wo sie ins Bild einer modernen Stadtplanung hingehören.


Bebauung in Schortens um jeden Preis?

Nachhaltigkeit, Generationengerechtigkeit und Gemeinnutzen.

Und wieder müssen Bäume weichen. Dieses Mal wegen Zimtschnecken, Mohnbrötchen und Croissants. Und, nicht zu vergessen, jeder Menge Wohnungen, denn damit möchte der Investor ja Geld verdienen. In den Ursprungsplänen wurden wenigstens noch ein paar Bäume verschont, inzwischen scheint die Funktion des Baumes als Lebens- und Schattenspender, als CO2-Senke oder auch nur als Balsam für die Seele hinter seiner Funktion als Bauhindernis deutlich zurückzutreten und das Areal wird nahezu komplett geräumt.

 Doch nicht nur die Natur wird zurückgedrängt. Aus Parkplätzen für jedermann und, am Bahnhof nicht unwichtig, für Pendler, werden Parkplätze für Wohnungseigentümer bzw. Mieter. Uns Grünen wirft man sonst ja gerne vor, das Auto aus der Innenstadt vergrämen zu wollen, aber in Schortens übernehmen diese Aufgabe inzwischen offenbar auswärtige Investoren, denn Parkraum wird inzwischen gerne auch als Wirtschaftsgut gesehen und an den Meistbietenden verkauft. Dass Schortens sich entwickelt, ist nicht grundsätzlich zu kritisieren. Es muss aber die Frage erlaubt sein, ob der Weg, den wir gehen, der richtige ist. In den letzten Jahren hat der Baumbestand in der Innenstadt deutlich gelitten und es darf bezweifelt werden, dass Wackelpferde, Hochbeete und Fahrradständer auch nur ansatzweise ein adäquater Ersatz sind.

Wir Grüne stellen uns nicht grundsätzlich gegen die Weiterentwicklung der Innenstadt, oder privates Gewinnstreben. Aber der Gewinn für die Gesamtheit der Schortenser Bürger kann und darf sich nicht regelmäßig nur in Euro und Cent Gewerbesteuer messen lassen, sondern muss auch unter den Gesichtspunkten Nachhaltigkeit, Generationengerechtigkeit und Gemeinnutzen gewertet werden. IG

Kommunalwahl

vl. Jörg Wächter, Uwe Burgenger, Ingbert Grimpe, Martina Esser. (Es fehlen Wolfgang Ottens, Munuela Röttger)

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Letzten Donnerstag (16.9.21) bedankten sich die neu gewählten Vertreter für die Stadt Schortens und Kreistag auf dem Wochenmarkt bei ihren Wähler*innen. Begleitet von interessanten Gesprächen verteilten sie als kleines Dankeschön Sonnenblumen, die dankbar angenommen wurden.

 

Mitglieder des KV Friesland trafen sich nach der Wahl

vl. Hans-Joachim Janßen (Vorsitzender LV NDS), Martina Esser, Uwe Burgenger, Sina Beckmann (Bundestagskandidatin u. Kreisvorstand) ), Gustav Zielke (Kreisvorstand)

Zur Nachbesprechung der Kommunalwahl trafen sich am 16.09.21 die Mitglieder des Kreisverbandes Friesland B90 / die Grünen im Bürgerhaus Schortens. Es diskutierten ca. 35 Mitglieder die Ergebnisse der Gemeinden und des Kreises. Anwesend war auch Hans-Joachim Janßen, Landesvorsitzender der Grünen Nds, der zum Wahlerfolg gratulierte und die Anwesenden auf den Endspurt zur Bundestagswahl mit Kandidatin Sina Beckmann einstimmte. Diese hatte zuvor die Anwesenden mit Sekt/O-Saft begrüßt und sich für den tollen Wahlkampf bedankt. In der Diskussion der Ergebnisse wurden besonders Wangerooge und Jever, aber auch die Wahlergebnisse des Kreises mit großartigen Stimmenanteilen hervorgehoben. Auf Wangerooge konnte das zweitbeste Ergebnis in Niedersachsen erzielt werden, im Landkreis konnten die Mandate um 50% erhöht und in der Stadt Jever sogar verdoppelt werden.

 

Schortens-Aktuell |->13. Februar 2021

GRÜNE Schortens: Erneut Baumfällungen ohne Nachpflanzen

Und wieder sind vier große Bäume aus dem Schortenser Stadtbild verschwunden. Anfang der Woche wurden in Glarum, gegenüber der Grundschule vier große Pappeln abgesägt. Nach Auskunft der Straßenmeisterei wurden die Pappeln wegen ihres Alters, verschiedenen Schädigungen und wegen fraglicher Standsicherheit entfernt. Nachpflanzungen sind nicht vorgesehen, weil das Land innerhalb geschlossener Ortschaften grundsätzlich keine Nachpflanzungen vorsieht.

Vor einigen Jahren war an dieser Stelle der Radweg exakt um die Bäume herumgeführt worden. Jetzt sind sie weg. Zurück bleibt ein Radweg, der mal eben ein paar Haken schlägt, ein Schildbürgerstreich des Radwegebaus.

„So kann das nicht bleiben. Vor der gegenüberliegenden Grundschule sind bereits zahllose Bäume und Sträucher im Zuge der Baumaßnahmen an Schule, Kindertagesstätte und Sporthalle der Säge zum Opfer gefallen. Auf jeden Fall muss es  Nachpflanzungen geben“, fordert Imke Presting für den Ortsverband der Grünen.

„Der für viel Geld erweiterte Bildungsstandort bekommt immer mehr den Charme eines Großraumparkplatzes, statt für Grundschul- und Kleinkinder ein Lern- und Wohlfühlort zu sein“ so Ingbert Grimpe, dem die Stümpfe aufgefallen waren.